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 Roger Morrison Handbuch der homöopathischen Leitsymptome und Bestätigungssymptome. Mit einem umfangreichen Symptomindex

Kurzbeschreibung

DAS Nachschlagewerk der Haupt-Leitsymptome und bestätigenden Symptome für jedes der ca. 300 am häufigsten verschriebenen Arzneimittel. Diese Sammlung der wesentlichen Fakten unserer Arzneimittel ist übersichtlich und einprägsam dargestellt und beruht auf Dr. Morrisons persönlicher Erfahrung, aber auch auf seinen umfangreichen Notizen als Famulant bei G. Vithoulkas. Das Handbuch der Leitsymptome gilt inzwischen weltweit als Standardwerk der Homöopathie - praxisnah und zeitgerecht ist es die Gipfelessenz jahrelanger Erfahrung mit einer riesigen Anzahl von Patienten: Ihr zeitsparender und Ideen gebender Begleiter auf Ihrem Schreibtisch, und ohne Zweifel bald ein liebgewordener Freund, dessen Nähe Sie nicht mehr missen möchten. |

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Einführung

Dieses Buch dient als präziser Leitfaden zu den Hauptleitsymptomen und bestätigenden Symptomen jedes der am häufigsten verschriebenen Arzneimittel in der homöopathischen Praxis. Das Werk trägt den Titel 'Desktop Guide', weil es bei der Konsultation in greifbarer Nähe liegen sollte. Man nimmt dieses Buch jedesmal zur Hand, wenn man ein Arzneimittel bestätigen und spezifische Fragen zur Bestätigung stellen möchte. Es gibt zwar mehrere ausgezeichnete Bücher über Leitsymptome, aber es gibt keines, das wirklich alle wichtigsten Leitsymptome zusammen enthält.
Dieser Text ist eine Sammlung der wesentlichen Fakten unserer Arzneimittel, basierend auf dem Wissen Roger Morrisons und ganz besonders auf den umfangreichen Notizen aus seiner Studienzeit bei George Vithoulkas. Diese einfache Liste von Leitsymptomen und bestätigenden Symptomen wird ein nützliches Werkzeug in der homöopathischen Ausrüstung bleiben. In diesem Buch wird nicht jedes Symptom unserer Arzneimittel berücksichtigt - dafür sind unsere großen Enzyklopädien zuständig. Es ist auch keine Arzneimittellehre im ursprünglichen Sinne, denn Roger Morrison hat nur eine Skizze der vollständigen Essenzen der Arzneimittel angefertigt. Es ist vielmehr ein Text mit grundlegenden und praktischen Informationen, die das "tägliche Brot" der homöopathischen Praxis ausmachen.
Das Ziel dieses Buches ist es, für den Homöopathen im Konsultationsraum so nützlich wie möglich zu sein. Daher ist es mehr oder weniger traditionell unter den Überschriften von Hahnemann von "Gemüt" bis "Haut" angeordnet. Die Allgemeinsymptome folgen unmittelbar auf die Gemütssymptome, weil diese Symptome zur Bestätigung des Arzneimittels von größerer Wichtigkeit sind. Es wurden die Abschnitte "Klinische Indikationen", "Symptomenkombinationen" und "Vergleiche" hinzugefügt.
"Klinische Indikationen"enthalten die häufigsten pathologischen Zustände, die mit dem Arzneimittel behandelt werden.
Der Absatz "Symptomenkombinationen" zeigt häufige Symptomendoppel oder -dreifachkombinationen an, die als starke Indikation für das Arzneimittel angenommen werden können, selbst wenn das Arzneimittel für keines der Einzelsymptome besonders bekannt ist. Cobaltum beispielsweise ist kein wichtiges Mittel für Kreuzschmerzen, noch gehört es zu den wichtigsten Mitteln für pathologische Samenabsonderungen. Wenn aber Samenabgänge und Kreuzschmerzen bei ein und demselben Patienten auftreten, dann wird Cobaltum sehr wahrscheinlich das Mittel der Wahl für ihn. Solche Doppel- und Dreifachverbindungen finden sich in diesem Absatz.
In den Abschnitten 'Vergleiche' habe ich nur die Ähnlichkeiten zu den zu vergleichenden Arzneimitteln angeführt. Hier habe ich diejenigen Mittel erwähnt, die meiner Erfahrung nach am häufigsten mit dem besprochenen Arzneimittel verwechselt werden und die Gründe dafür aufgezeigt.
Die Symptome sind in zweierlei Grad dargestellt, Normal- und Fettdruck. Das soll dazu dienen diejenigen Symptome, die als Leitsymptome gelten, gegenüber den weniger spezifischen bestätigenden Zeichen hervorzuheben. Ein Leitsymptom ist hier definiert als Symptom, das eine sehr starke Indikation für ein bestimmtes Mittel darstellt; d.h. wenn dieses Symptom von dem Patienten stark betont wird, so müssen wir automatisch an dieses Arzneimittel denken. In allen Fällen müssen wir versuchen, unsere Verschreibung in möglichst breitem Sinne zu rechtfertigen und uns niemals auf ein einzelnes Symptom beschränken, auf das wir unsere Verschreibung stützen. Nichtsdestoweniger ist das Leitsymptom eine aussagekräftige Information und oftmals ausschlaggebend bei der endgültigen Bestimmung des Arzneimittels.
Die aufgeführten Leitsymptome können auch dazu dienen, unsere Verschreibung zu rechtfertigen. Wenn wir zu Anfang einen Fall untersuchen, müssen wir unseren Geist frei halten von Vorurteilen, was die Arzneimittel betrifft. Wenn jedoch die Symptome gut aufgezeichnet sind, so ist es häufig hilfreich zu versuchen, diejenigen Arzneimittel zu bestätigen, die sich durch unser Fallstudium anbieten, indem wir den Patienten nach den Hauptleitsymptomen für diese Arzneimittel fragen. In dem vorliegenden Text sind die zur Bestätigung der Verschreibung anwendbaren Leitsymptome leicht auffindbar, man braucht nur die Seite zu überfliegen und den Patienten die fettgedruckten Symptome abzufragen.
Das Zeichen o ist verwendet worden, um zu indizieren, daß das betreffende Arzneimittel das wichtigste Mittel in unserer Materia Medica für das in Frage stehende Symptom ist. Dies kann sogar dann zutreffen, wenn das Symptom nicht als Leitsymptom für das Mittel gilt. Alle Abkürzungen richten sich nach denen in Kents Repertorium.
Wie vorher gesagt stammen die in diesem Text angeführten Symptome weitgehend aus meinen Studien bei George Vithoulkas. Zusätzlich habe ich eine Vielzahl von verläßlichen Quellen als Informationsgrundlage verwendet. Einige Symptome sind mit in diesen Text aufgenommen, die ich nicht persönlich bestätigt habe, die aber aus äußerst zuverlässigen Quellen wie Kent, Nash oder Lippe stammen. In diesen Fällen habe ich die Symptome mit entsprechenden Hinweisen wie "viele Autoren erwähnen das Symptom…" bzw. mit dem Namen des Autoren versehen. Ansonsten habe ich in diesem Buch nicht einfach Symptome aufgezählt, nur weil sie in einem anderen Text stehen. Vielmehr habe ich fast ausschließlich Symptome aufgenommen, die ich in meinen eigenen Fällen oder in Fällen, die ich untersuchen durfte, bestätigt gefunden habe. Ich habe auch keine Arzneimittel aufgenommen, bei Wissen verfüge. Darum ist dieser Text notwendigerweise unvollständig (kein Homöopath kann behaupten, alle möglichen Darstellungen unserer Arzneimittel gesehen zu haben) und ich begrüße es sehr, wenn jeder Homöopath seine eigenen Zusätze am Rand vermerkt. Trotz aller Vorbehalte habe ich etwa sieben Jahre in die Vorbereitung dieses Buches investiert und so gut wie möglich alle sehr gut dokumentierten Leitsymptome und Charakteristika aufgenommen. Ich freue mich auf alle Kommentare und Ergänzungsvorschläge von meinen Lesern.
Leseprobe

MAGNESIA CARBONICA
Die Persönlichkeit von Magnesia carbonica ist dem häufiger verschriebenen Arzneimittel Magnesia muriatica sehr ähnlich. Der Patient sieht aus, als hätte er lange gelitten; er wirkt sauer, müde, erträgt keinen Streit und braucht Frieden und Harmonie. Die Magnesia carbonica-Konstitution erscheint, wenn überhaupt noch möglich, noch mehr dem endgültigen Zusammenbruch nahe als Magnesia muriatica, dabei mit einem erdigen, kränklichen Aussehen. In fast allen Fällen klagt der Patient über Müdigkeit und Schwäche.
Der Patient empfindet Angst und große Furcht vor der Zukunft. Diese Angst hält den ganzen Tag über an und wird häufig besonders schlimm, nachdem er warme Speisen gegessen hat. Sobald der Patient jedoch zu Bett geht, verspürt er eine ungeheure Erleichterung, und die Angst verschwindet.
Magnesia carbonica ist eines der Hauptmittel in Fällen von „mangelhaftes Gedeihen“. Der Säugling nimmt nicht an Gewicht zu, die Entwicklung der Muskulatur ist verzögert, und er kann den Kopf nicht hochhalten. Auch das Erlernen von Gehen oder Stehen ist verzögert. Der Teint ist blaß und gelblich. Der Kraftmangel geht häufig mit einer Erkrankung der Leber oder des Verdauungsapparates einher.
GEMÜT
Angst tagsüber, besser abends im Bett
Friedensstifter; Streit, Konfrontationen oder Disharmonie sind unerträglich.
Furcht vor Aggression oder Gewalt
Zittern vor Angst
Geräuschempfindlich
Ist morgens beim Erwachen nicht geneigt zu reden.
ALLGEMEINSYMPTOME
Saurer Geruch der Sekretionen und Absonderungen – Schweiß, Menstruation, Erbrochenes, Diarrhœ usw. (Hepar sulfuris, Rheum)
Allgemeine Verschlimmerung um 3.00 Uhr oder von 3.00 bis 4.00 Uhr morgens
Allgemein schlimmer durch Zugluft (Kalium carbonicum, Silicea, Psorinum, Hepar sulfuris)
Allgemein schlimmer durch warme Speisen (Kopfschmerzen, Neuralgie, Angst)
Adipositasoder Schlaffheit der Gewebe
Allgemein schlimmer während der Schwangerschaft (Zahnschmerzen, Kreuzschmerzen, Schläfrigkeit usw.)
Allgemein schlimmer vor oder während der Menstruation – bekommt jeden Monat eine Halsentzündung, Schnupfen und leidet an Schwäche.
KOPF
Trigeminusneuralgie, insbesondere linksseitig
Neuralgie: besser durch Hitze, schlimmer durch Zugluft, besser beim Gehen, besser durch Druck
VERDAUUNGSTRAKT
Langsame Verdauung; Obstipation
Diarrhoe: insbesondere nach Milch, schlimmer nach dem Mittagessen. Kolitis
Bauchkolik, schlimmer durch Milch
Hepatitis. Weißlicher oder blasser Stuhl bei Erkrankungen der Leber
Nahrungsmittelverlangen: Fleisch. Brot und Butter. Gemüse
Abneigung: Gemüse. Obst
UROGENITALTRAKT
Menstruationsfluß nur während der Nacht; hört tagsüber auf.
Menstruation zu früh – alle 21 Tage
EXTREMITÄTEN
Füße heiß, deckt sie ab.
SCHLAF
Erwacht um 3.00 Uhr morgens und kann nicht wieder einschlafen; Schlaflosigkeit von 3.00 bis 4.00 Uhr morgens
Unausgeruht am Morgen beim Erwachen, dieser Zustand hält eine Stunde oder länger an.
KLINISCHE INDIKATIONEN
Chronische-Erschöpfung-Syndrom. Hepatitis. Mangelhaftes Gedeihen. Neuralgie. Obstipation. Prämenstruelles Syndrom. Schlaflosigkeit. Schwangerschaft
VERGLEICHE
Magnesia muriatica – Leberschwäche; unausgeruht nach dem Schlafen; Verlangen nach Obst; Neuralgie; ähnliche Gemütssymptomatik usw.
Lycopodium – Konfliktscheu; unausgeruht nach Schlaf; deckt die Füße ab; schwache Leber
Calcarea carbonica, Rheum, Hepar sulfuris, Colocynthis, China
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| 976 Seiten | Hardcover | Preis: Euro 123,- | ISBN 978-3-9801945-5-6 |
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